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Einkaufen in Hochdorf Drucken E-Mail
Freitag, 12. September 2008 um 16:13

Einkaufen

Wo kaufen wir heute ein? Bei Weber, im EDEKA AktivMarkt und bei den anderen Einzelhändlern im alten Dorfkern.

Und natürlich kaufen wir auch ‚auswärts’ ein. Es gibt nur eine Handvoll Hochdorfer Bürger, die ausschließlich in Hochdorf einkaufen, weil sie kein Auto haben.

Die Hochdorfer wünschen sich weitere Einkaufsmöglichkeiten für Frischware: Gemüseladen, Bäcker, Metzger. Ein großer Verbrauchermarkt steht nicht auf der Wunschliste (Ergebnis der Fragebogenaktion Landleben 2008).

  • Nun sollen wir einen richtig schönen, großen Verbrauchermarkt bekommen – mit 18.000 Artikel-Sortiment (vergleichbar mit dem Daiber-Markt in Reichenbach)

Wird sich unser Einkaufsverhalten dadurch wesentlich ändern? Werden wir dann plötzlich alles nur noch in Hochdorf einkaufen? Wohl kaum.

  • Sollten wir diesen Markt nicht wollen, so ‚droht’ die EDEKA, dass unser AktivMarkt im Gewerbegebiet geschlossen wird und wir dann ‚gar keine Einkaufsmöglichkeit’ mehr haben werden. Aussage der EDEKA: ein 600 qm Markt lässt sich nicht wirtschaftlich betreiben. Das müssen ganz neue Erkenntnisse sein, denn warum gibt es dann überhaupt die kleinen AktivMärkte von EDEKA?

 

Bürgermeister, FUW und Grüne übernehmen etwas leichtfertig diese Argumentation, ohne Alternativen zu prüfen. Schade.

Wir haben uns informiert und blicken jetzt durch.

 

EDEKA ist ein erfolgreiches Handelsunternehmen und stark auf Expansion ausgerichtet. Dabei ist es für EDEKA besonders lukrativ, standarisierte Märkte mit identischem Sortiment zu eröffnen – denn schon lange lebt EDEKA nicht nur von den verkauften Waren, sondern von den Listungs- und Platzierungsgebühren, die jeder Hersteller für den Platz in jedem EDEKA-Regal bezahlen muss.

Das ‚Erfolgsrezept’ lautet also: möglichst viele Artikel im Markt und jeder Markt gleich bzw. vergleichbar – das vereinfacht zudem die Verkaufsplanung und die Logistik.

 

Zuerst müssen wir feststellen:

  • Ein neuer, zusätzlicher großflächiger Verbrauchermarkt im grünen Herzen von Hochdorf schadet dem gewachsenen Einzelhandel im alten Dorfzentrum! Weber-Frischmarkt, Lindas Getränkemarkt haben wohl keine Chance mehr. Blumenladen und Drogerie Speckmann müssen mit deutlichen Einbußen rechnen. Ob sich deren Geschäft dann noch rechnet?

  • Ein neuer EDEKA wird also zuerst für eine weitere ‚Verödung’ des alten Ortskern sorgen! Wollen wir das?

  • Das GMA-Gutachten, welches die Gemeinde 2001 in Auftrag gab, empfiehlt logisch nachvollziehbar: Stärkung des vorhandenen Einzelhandels durch Gemeinschaftsaktionen (Gemeindemarketing), Verbesserung der Parksituation im alten Ortskern, Akquirierung eines zusätzlichen Frischwarenanbieters, keinen weiteren Standort neben Ortskern und Gewerbegebiet Stock (= Standort EDEKA AktivMarkt)

Dann wird es konkret:

Es gibt nicht nur EDEKA! Es gibt z.B. auch REWE.

Und REWE ist auch an kleineren Supermärkten an guten Standorten interessiert. Und Hochdorf ist ein guter Standort mit hoher Kaufkraft! Sollte EDEKA den AktivMarkt aufgeben, will REWE einsteigen!

 

Konkrete Gespräche zeigen eine sichere Perspektive für das Einkaufen in Hochdorf!

  • Das Konzept von REWE für den vorhanden Markt im Industriegebiet wäre ein händlergeführter Vollsortimenter

    • mit ca. 6 – 7.000 Artikeln (also ca. gleich viel wie momentan),

    • Fleisch und Wurst mit Bedienung“ (also „Metzgerei“) sowie

    • einem individuellen Bäcker

  • Der vorhandene Markt (in der gegebenen Größe) lässt sich bezogen auf notwendigem Umsatz und verfügbarer Fläche definitv wirtschaftlich betreiben.

  • Sollte der neue Markt NICHT kommen und die eingeführten Beschränkungen für das Gewerbegebiet wieder aufgehoben werden, dann könnte der bestehende Markt bei Bedarf auch erweitert werden.

Fazit:

 

  • Sofern der REWE die Möglichkeit geboten würde, den vorhandenen AktivMarkt zu übernehmen, würde sie sofort zugreifen -Hochdorf wird NICHT OHNE Einkaufsmöglichkeit sein!

  • Sämtlichen Aussagen von EDEKA bzgl. notwendiger Fläche für einen wirtschaftlich zu führenden Verbrauchermarkt als Vollsortimenter wird von REWE widersprochen.

 

 

 

 

 

 

 

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