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| Sonntag, 14. September 2008 um 16:16 |
Kosten und ErtragMachen wirs kurz: wir wissen nicht, was bei dem Deal für die Gemeinde rauskommt. Mancher Gemeinderat weiß das auch nicht. Vielleicht erhalten wir transparente Kosten und Erträge von der Gemeindeverwaltung in der Informationsbroschüre zum Bürgerentscheid. Dies ist so angekündigt. Wir sind gespannt. Fakt ist: Hochdorf hat für das Unrath-Areal weit mehr bezahlt als man jetzt von dem Investor zurück erhalten soll! Es ist durchaus üblich, dass Gemeinden für ein Pflegeheim Grund und Boden zu besonders günstigen Konditionen abgeben. Es ist absolut unüblich, dass eine Gemeinde das beste Grundstück an einen Verbrauchermarkt zum Subventionspreis verkauft. Es ist kompliziert und intransparent, welches Geschäft mit unserem Breitwiesenareal abgewickelt werden soll. Investoren und Betreiber sind in sehr hohem Maße an diesem Geschäft interessiert. Warum? 3 x dürfen Sie raten. Ein Investor ist immer dann sehr interessiert, wenn ein Geschäft für ihn sehr lukrativ ist! Fakt ist auch: Dass Qualität seinen Preis hat. Wohnqualität, Lebensqualität gibt es nicht zum Nulltarif. Eine lebendige Grüne Mitte muss uns etwas wert sein! Heute geht es darum, 750.000 ‚unverzichtbare Euro’ einzunehmen. Morgen sollen dann 600.000 Euro für einen Kunstrasenplatz mit Flutlicht verbaut werden. Was ist uns mehr Wert? Wir fordern: Investition in Lebensqualität statt Subvention an einen Investor! Die Mähr vom Schadensersatz – eine Provinzposse.Der Bürgermeister diszipliniert seine Gemeinderäte mit der ‚Androhung’ von privaten Schadensersatzforderungen des Investors, wenn der Bau nicht entstehen wird. Mancher Gemeinderat hat schon Angst um sein Häusle! Dieses ‚Damoklesschwert’ schwebt tatsächlich ½ Jahr über den Beratungen und Entscheidungen. Bis der Anwalt nach ‚intensiver Analyse’ Entwarnung gibt. Wir freuen uns: wir können frei entscheiden und unsere Volksvertreter dürfen aufatmen.Gewerbesteuer und Arbeitsplätze Ein großer Markt hat mehr Beschäftigte als ein kleiner Markt. Ein großes Pflegeheim hat mehr Pflegepersonal als ein kleines Pflegeheim. Wenn ein großer Markt kleine Geschäfte zur Aufgabe zwingt, gehen dort Arbeitsplätze verloren. Auch hier gilt: wir wissen nicht, wie die Schlussbilanz aussehen wird. Aber: der Ankündigung, wie viele Arbeitsplätze entstehen sind die Zahlen gegenüberzustellen, was daraus entsteht. Beziehungsweise, was bei der Realisation von alternativen Konzepten resultiert. Die Information der Gemeindeverwaltung zu diesem Punkt ist einseitig und verkürzt. Geben Sie Hochdorf die Chance für eine bessere Breitwiesenplanung! Politiker verstehen unter mündigen Bürgern diejenigen, die zu allem den Mund halten. Wolfram Weidner (*1925), dt. Journalist |

