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Verkehr in Hochdorf Drucken E-Mail
Freitag, 12. September 2008 um 16:30

Verkehr und Parken in Hochdorf

Dieses Neubauprojekt bringt Belastungen durch mehr Verkehr, mehr Verkehrslärm und verschlechterte Verkehrssicherheit. Die Parksituation in Hochdorf wird sich verschlechtern!


Schon heute empfinden wir Hochdorfer den Durchgangsverkehr als sehr belastend, das Parkplatzangebot in der Dorfmitte ungenügend – hier haben wir in 2 Bürgerbefragungen 2001 und 2008 deutlich Handlungsbedarf angemeldet! Leider ist eine Besserung nicht in Sicht – im Gegenteil: die Situation verschlechtert sich laufend.


Der LKW-Verkehr zur Ver- und Entsorgung des Verbrauchermarktes wird in die Dorfmitte geleitet. Es ist ein gravierender ‚Planungsfehler’, dass er dazu von Reichenbach/Kirchheim kommend zuerst durch den Ort bis zum Kreisverkehr fahren muss, dort wenden muss, weil nur aus Richtung Roßwälden kommend rückwärts eingeparkt werden kann!


LKW- und PKW-Verkehr auf der Rosswälder Straße und auf dem Parkplatz kreuzen den Schulweg unserer Kinder. Halbherzige ‚Lösungsbemühungen’ der Planer lösen nicht das Problem. Wird hier nicht mit ‚Scheinlösungen’ besorgten Eltern ‚Sand in die Augen gestreut’?


Aus unserem Festplatz/Parkplatz wird ein Parkplatz für EDEKA! Dieser Bereich wird von EDEKA gepflastert. Darüber hinaus entstehen noch weitere Parkplätze für Pflegeheim und Breitwiesenhalle und Schule. Diese Kosten trägt Hochdorf. Die Gesamtbilanz stellt eine Verschlechterung der Parksituation dar!


2008 finden ca. 50 Veranstaltungen in der Breitwiesenhalle statt, davon über 30 an Wochen- und Samstagen – also während der Öffnungszeiten des Verbrauchermarktes. Eine ‚gemeinsame Nutzung der Parkflächen’ ist Wunschdenken und wird in der Realität nicht funktionieren. Wird sich EDEKA gefallen lassen, dass bei Veranstaltungen die Parkplätze von Hallenbesuchern belegt sind und die eigenen Kunden keinen Parkplatz finden? Niemals! Wird EDEKA dann die Parkplätze für die eigene Nutzung reservieren? Natürlich! Müssen wir Hellseher sein, wenn wir hier bereits Parkverbotsschilder und Strafzettel sehen?


FUW und GRÜNE bemühen das Argument, dass man in den neuen Markt zu Fuß zum Einkaufen geht. Das spart Benzin und verbessert die Luft. Natürlich ist es zu begrüßen, wenn wir nicht für jede Besorgung ins Auto steigen. Aber: warum braucht der neue Markt dann diese Menge an Parkplätzen?
Es ist naiv zu glauben, dass wir in Hochdorf mit einem EDEKA-Markt die Einkaufsgewohnheiten nachhaltig beeinflussen können!

Auch weiter werden wir unseren Einkauf so planen, dass wir sowieso mit dem Auto unterwegs sind. Auch weiter werden wir Besorgungen auswärts erledigen, wenn wir sowieso in Reichenbach oder Kirchheim unterwegs sind. Auch weiter werden wir die Getränkekiste lieber im Kofferraum verstauen, als auf dem Gepäckträger des Fahrrads!
Nicht alle Hochdorfer verfügen über ein Auto: umso wichtiger ist es deshalb, dass das Einzelhandelsangebot in der alten Dorfmitte bestehen bleibt und sich in der Zukunft noch entwickeln kann.


Wir sehen die Notwendigkeit, die Verkehrssituation in Hochdorf zu analysieren und deren weitere Entwicklung zu steuern. Wir sehen dringenden Handlungsbedarf, den alten Ortskern mit gewachsener Struktur von Verkehr zu entlasten und den verbleibenden Einzelhandel mit Parkmöglichkeiten zu unterstützen. Ein optimierter Personennahverkehr mit Anschluss des Gewerbegebietes ist lange gefordert und wäre auch eine Option für das Einkaufen im bestehenden Markt.

 

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