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An dieser Stelle vielen Dank für Ihre bisherige Unterstützung unserer Bürgerinitiative. Statt der benötigten 360 Unterschriften konnten wir Herrn Bürgermeister Erhardt in der vergangenen Woche sogar 630 Unterschriften überreichen! Im Hinblick auf den anstehenden Bürgerentscheid führen wir die Unterschriftenlisten trotzdem fort - haben Sie schon unterschrieben?
Wir bleiben nun weiterhin in Kontakt mit dem Gemeinderat und mit Bürgermeister Erhardt, der uns versichert hat, dass er den – vorbehaltlich der rechtlichen Prüfung - anstehenden Bürgerentscheid in der Sache absolut befürwortet.
Bei der ganzen Diskussion in Hochdorf und auch bei der Presseberichterstattung in der Esslinger-Zeitung und Stuttgarter-Zeitung kommt immer wieder ein für uns ganz wichtiger Aspekt viel zu kurz, diesen wollen wir hier erläuternd aufgreifen.
Wofür stehen wir? Zuerst wollen wir, dass ein Leitbild mit einem langfristig wirksamen Dorfentwicklungsplan entsteht. Verkehrsbereiche, Einkaufsbereiche, Freizeitbereiche sollen mit Experten und mit den Bürgern gemeinsam erarbeitet und gestaltet werden. Andere Gemeinden machen uns dies mit Erfolg vor! Die Bürgerschaft sollte dazu aktiv von den Gemeinderatsfraktionen und von der Verwaltung in die langfristigen Entwicklungen einbezogen werden. Dies kann durch Bürgerversammlungen, Bürgerforen, Runde Tische oder Workshops mit Dorfentwicklungsprofis geschehen. Genau diese Art der Bürgerbeteiligung haben alle Gemeinderatsfraktionen bereits 1999 öffentlich in der Esslinger Zeitung speziell für das Breitwiesenareal zugesagt. Leider ist dies nicht passiert. Gelegentlich werden wir als 'Pfegeheimgegner' bezeichnet. Das ist natürlich Unsinn. Wir sehen durchaus ein kleines dorfgerechtes Pflegeheim als geeignetes Nutzungskonzept in Hochdorf. Ein schönes Beispiel ist hier das neue Alexander-Stift in Schlierbach mit 29 Pflegeplätzen. Weiteres Beispiel: vergleichen wir doch einmal Hochdorf mit Notzingen! Notzingen hat 3.550 Einwohner, relativ geringe Gewerbesteuereinnahmen, reichlich Grünflächen im Dorfzentrum (z.B. bei der Sporthalle), eine gerade neu renovierte Gemeindehalle, einen Kelterplatz für Veranstaltungen (siehe Foto), keine 5-stöckigen Wohnblocks und keinen riesigen Verbrauchermarkt, sondern ein Dorflädle und einen Gemüseladen, die gute Geschäfte machen. In Notzingen funktionieren offensichtlich Augenmaß und zielgerichtete Dorfentwicklung mit Ergebnissen, die sich jeder anschauen kann.
Bei uns werden demgegenüber finanzielle Sachzwänge herangeführt, die eine 'Verwertung' der Flächen im Breitwiesenareal nötig machen. In der Tat, Hochdorf hat genug Schulden. Doch ist der Verkauf des Areals zum geplanten Preis die Lösung? Wir meinen nein. Hier fehlt ein langfristiges Konzept zum Abbau der Verschuldung. Es wurde und wird in Hochdorf zu sehr an Einzelprojekten ohne Beachtung des Zusammenwirkens gearbeitet. Durch die Fokussierung auf einzelne Projekte und Problemlösungen treten regelmäßig Folgeprobleme und Folgekosten an anderer Stelle auf. Es wird generell zu sehr auf die Vorstellungen und Forderungen von Investoren und Bauträger eingegangen. Dadurch werden Bebauungspläne immer flexibler und Gebäude immer größer.
Investitionen sollten immer auf ihren Zukunftsnutzen überprüft werden und welchen Beitrag sie für die Lebensqualität der Hochdorfer Bürgerschaft bieten. Hochdorf soll den dörflichen Charakter beibehalten und mehr noch: Hochdorf soll den dörflichen Charakter weiter stärken und attraktiv ausgestalten. Hochdorf hat viele Qualitäten und ist lebenswert, deshalb sollten wir vorsichtig sein, dass dies nicht ohne Not verloren geht!
Wollen Sie sich aktiv in die weitere Entwicklung von Hochdorf zu einer familienfreundlichen, lebendigen und offenen Dorfgemeinschaft einbringen? Sie haben dazu Möglichkeiten: arbeiten Sei bei uns in der Bürgerinitiative mit, Unterschreiben Sie unsere Listen, Unterstützen Sie uns mit 'Ihrem guten Namen' auf unserer Homepage. Wir freuen uns natürlich auch über Spenden (denn bisher zahlen wir alles aus der eigenen Tasche). Gerne stehen wir Ihnen für Auskünfte zur Verfügung: im Internet www.buergerinitiative-hochdorf.de oder telefonisch 53951 (Michael Henne) oder 51147 (Kirsten Bihl).
Unsere Unterstützerliste:
„Ich möchte, dass Hochdorf seinen dörflichen Charakter behält. Das Projekt Verbrauchermarkt mit Pflegeheim ist zu groß geraten und sollte mit Bürgerbeteiligung völlig neu konzipiert und geplant werden.“
Susanne Weber-Mosdorf, Sabrina Hahn, Benjamin Haar, Jan Reyer, Ingrid Hug Förderverein Breitwiesenschule, Erhard + Beatrixe Schmid, Birgit Reimann-Melzer Mini-Club, Thomas Melzer TV-Hochdorf Judo, Uta Martin Mini-Club, Elke + Helge Haigis, Rainer Thiel, Adnan Izmir, Eberhard Hinze 'ehem. Pfarrer Hochdorf', Daniel Hinze, Felix Windisch, Lars Mosdorf, Hanna Bauer, Herbert Barth Zahnarzt, Dr.h.c.Wolfgang Leonhardt, Eckart Wedel, D. Wedel, Walter König, Hartmut Olschewski, Martin Abel, Karsten Rößler, und viele mehr. Unsere Unterstützerliste ist auf unserer Homepage einzusehen.
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