| Rundschreiben 15.09.08 |
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| Mittwoch, 17. September 2008 um 19:34 |
Rundschreiben der Bürgerinitiative Dorfmitte Hochdorf vom 15.09.2008
Unvermögen oder Absicht? Liebe Unterstützer, liebe Interessierte! Hochdorf führt den ersten Bürgerentscheid in seiner Geschichte durch. Viele Hochdorfer Bürger haben dies mit Ihrer Unterschrift zum Bürgerbegehren möglich gemacht. Wir könnten über diesen ‚Erfolg’ stolz sein – aber dies ist nur der zweitbeste Weg, den Hochdorf gehen konnte. Ein besserer Weg wäre gewesen, wenn Bürgermeister und Gemeinderatsmehrheit die Bedenken aus der Bevölkerung ernst genommen hätten, wenn sie sich sachlich damit auseinander gesetzt hätten und wenn überhaupt vernünftig miteinander gesprochen worden wäre. Nur weil dies von Anfang an nicht der Fall war, haben wir unsere Bürgerinitiative gegründet! Regelmäßig werden uns Unkenntnis, Naivität und Verantwortungslosigkeit unterstellt. Man versucht, unser Anliegen in Misskredit zu bringen. Wir werden behindert: unser 1. Ballonevent im Mai sollte polizeilich untersagt werden. Ein Beitrag in der Gemeindebroschüre wurde verhindert. Unsere Berichterstattung im Gemeindeanzeiger wurde beschnitten. Und nicht zuletzt: als Experten für das Hochdorfer Wohl werden immer wieder Investoren, Betreiber und Nutznießer dieses Bauprojektes zitiert und zu Wort gebeten. So jetzt wieder: Der Investor erhält im Gemeindeanzeiger zum wiederholten Mal breiten Platz: 1 ½ Seiten mit einem wilden Durcheinander von Information und Desinformation. Am 17. September stellt die Gemeinde die Breitwiesenhalle zur Verfügung – obwohl der Investor bereits am 18.6. in einer Veranstaltung Gelegenheit hatte, sein Konzept darzustellen. Zur breiten Einlassung von Herrn Bürgermeister Erhardt zu unserem Bericht aus Hattenhofen ist in 3 Sätzen festzuhalten: Unseren Fragen und den Antworten von Herrn Bürgermeister Reutter ist nichts hinzugefügt worden und nichts wurde weggelassen. Der Text ist von Bürgermeister Reutter in der abgedruckten Form autorisiert worden. Herr Erhardt widmet seinen Spekulationen, ergänzt mit mehr und weniger richtigen Informationen 1 Seite im Gemeindeanzeiger. Aussage von Bürgermeister Reutter: „die Bedarfsanalyse ergab für Hattenhofen bei 3.000 Einwohnern einen Bedarf von 15-16 Pflegeplätzen. Die Gemeinde hatte ein großes Grundstück zur Verfügung und hat mit dem Investor=Betreiber vereinbart, dass das Hattenhofener Heim auf 36 Plätze dimensioniert wird." Wir meinen: Das kann eine Gemeinde selbstverständlich so entscheiden. Uns wird jedoch permanent vorgegaukelt, dass der Bedarf in Hochdorf bei 50 Plätzen liegt und dass man kleinere Heime nicht wirtschaftlich betreiben kann! Herr Erhardt hat bis zum heutigen Tag GAR NICHT mit Herrn Bürgermeister Reutter gesprochen! Herr Füchtner vom EDEKA-Markt bringt seine eigenen Mitarbeiter in Angst und Panik, indem er ihnen beim Erfolg des Bürgerentscheids mit Arbeitsplatzverlust droht! Weiß er es nicht besser??? Gem. §613a BGB haben die Beschäftigten bei Betriebsübergang Kündigungsschutz! Hier wird Meinungspolitik für Investoren und gegen Teile der eigenen Bevölkerung gemacht. Wir halten dieses Verhalten der Gemeindeverwaltung für unangemessen. Leider wurden aus der Golfplatzdiskussion nicht die richtigen Lehren gezogen. Deshalb: bitte unterscheiden Sie sorgfältig! Wir halten unsere Meinungsäußerung NICHT für verantwortungslos, sondern im Gegenteil für verantwortungsbewusstes Bürgerverhalten zur Abwehr von Fehlentwicklungen. Durch unsere ehrenamtliche Tätigkeit haben wir Einblick in Sachverhalte und Entscheidungswege gewonnen, die uns in unserer Ansicht nachhaltig bestärken. Es ist der Sache durchaus angemessen, dass sich Hochdorfer Bürger engagieren und Widerspruch einlegen. Soviel für heute. Sie können dies Mail gerne an interessierte Bekannte weiterleiten. Ihre Bürgerinitiative Dorfmitte Hochdorf
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